Details zu Interview mit Dr. J. Kleimann M.Sc. über die Notwendigkeit der engen Zusammenarbeit von Zahnärzten und Internisten / Diabetologen
Interview mit Dr. J. Kleimann M.Sc. über die Notwendigkeit der engen Zusammenarbeit von Zahnärzten und Internisten / DiabetologenDr. J. Kleimann M.Sc. - Spezialist für Parodontologie & periimplantäre Therapie - beantwortet im folgenden die wichtigsten Fragen zum Zusammenhang zwischen Parodontitis, d.h. der Entzündung des knöchernen Zahnhalteapparates, und Diabetes mellitus, denn "die enge Zusammenarbeit zwischen Zahnärzten und Internisten / Diabetologen ist außerordentlich wichtig für die Gesundheit der Patienten." |
Woran liegt es, dass Patienten mit einem Diabetes mellitus ein erhöhtes Parodontitis-Risiko aufweisen? "Bei Diabetikern mit nicht oder nicht ausreichend eingestelltem Blutzucker können Endprodukte des Glucose-/Zuckerstoffwechsel im Zahnhalteapparat Entzündungen fördern. Gleichzeitig wird die Neubildung von Knochen und Bindegewebe im Parodont gehemmt." Was unterscheidet eine Parodontitis-Erkrankung beim Diabetiker von der eines Nicht-Diabetikers? "Meist verläuft die Entzündung schwerwiegender. Das hat zur Folge, dass der Zahnhalteapparat bei Diabetikern schneller zerstört bzw. abgebaut wird." Umgekehrt: wie wirkt sich eine Parodontitis auf den Diabetes mellitus aus? "Eine unbehandelte Parodontitis erschwert die Einstellung des Blutzuckerspiegels bei Diabetikern. Eine effektive Therapie der Zahnfleischentzündungen wiederum erleichtert die Einstellung." Wie wichtig ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Zahnärzten und Diabetologen? "Die Prophylaxe sowie die Behandlung einer Zahnfleischentzündung sollte ein wichtiger Bestandteil der Diabetes-Behandlung sein. Ebenso wesentlich ist die Sicherstellung eines eingestellten Blutzuckers bei der Therapie von Parodontitis. Somit ist eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit außerordnetlich wichtig für die Gesundheit unserer Patienten." |

























