Diagnostik & Therapie

Schön, dass Sie uns besuchen! Unsere Tür steht für Sie offen.

Sollten Sie uns bereits kennen, dann wissen Sie, dass wir mit unserem Teamstets engagiert und mit einem Lächeln für Sie da sind. Wenn Sie uns das erste Mal besuchen - ob hier auf unserer Homepage oder persönlich in der Praxis - laden wir Sie ein, uns kennen zu lernen.


Zu Beginn aktualisieren wir zunächst die Anamnese, darunter verstehen wir Fragen zu Ihrer allgemeinen Gesundheit. Das ist wichtig, da wir bei unseren Behandlungen gelegentlich Medikamente verschreiben, die die Wirkung anderer Medikamente, die Sie bereits aus anderen medizinischen Gründen einnehmen müssen, beeinflussen können. Diabetiker haben häufiger Wundheilungsprobleme und ein höheres Risiko, an Parodontose zu erkranken. Patienten, die an Asthma leiden, behandeln wir beispielsweise in einer eher sitzenden Position, um den Komfort während der Behandlung zu erhöhen.

 

In Diagnostik und Therapie arbeiten wir mit Lupenbrille. Nur damit ist präzises Untersuchen und Behandeln möglich.


Die zahnärztliche Untersuchung beinhaltet in unserer Praxis nicht nur die Kontrolle der Zähne auf Karies, Abnutzungserscheinungen, Schlifffacetten, Verfärbungen oder Zahnsteinbildung.

Wir untersuchen besonders genau Ihr Zahnfleisch und Zahnhalteapparat sowie die Mundschleimhaut und Zunge. Denn auf Erkrankungen des Zahnhalteapparates und deren Prophylaxe / Vorsorge sind wir spezialisiert.

Ferner kontrollieren wir die Kiefergelenke und Kaumuskulatur. Wir achten auf das Vorhandensein vonKieferfehlstellungen. Die Funktionstüchtigkeit von bereits vorhandenem Zahnersatz wird darüber hinaus ebenfalls geprüft.


Für Ihre Kinder stehen sog.zahnärztliche Früherkennungsuntersuchungen zur Verfügung.
Wir können Defizite in der Zahnpflege und Zahn- oder Kieferentwicklungsstörungen (hier vor allem den offenen Biss als Folge von Mundatmung oder Schnuller) sowie Fehlfunktionen der Zunge (Lispeln, falsches Schluckmuster) und sog. Habits (Daumenlutschen) rechtzeitig erkennen.
Der kleine Patient gewöhnt sich so früh auf eine spielerische Art und Weise an den Zahnarztbesuch bei uns und Sie als Eltern erhalten wertvolle Tipps zum Thema Zahnpflege und zahngesunde Ernährung.


Die Gesundheit Ihres Zahnhalteapparates dokumentieren wir mit dem sog. PSI-Index(Parodontalen Screening Index).
Aus diesem lässt sich die Diagnose für Gingivitis oder Parodontose ableiten. So kann beispielsweise bei frühzeitigem Erkennen einer Entzündung des Zahnfleisches, der reversiblen Gingivitis, mit einfachen Behandlungsmethoden die Entstehung einer irreversiblen Parodontitis mit einem bleibenden Knochenverlust verhindert werden. Um das Zahnfleisch zu beurteilen, wird das Gebiss in sechs verschiedene Abschnitte eingeteilt. Die möglichen Befunde sind in den Codes 0 bis 4 zusammengefasst. Nur der höchste Wert je Bereich wird notiert:
 
Bei Code 1 und / oder 2 liegt eine Zahnfleischentzündung, sog. Gingivitis, vor.
Angemessene therapeutische Maßnahmen sind Mundhygieneinstruktion, die regelmäßige Durchführung individualisierter und methodisch strukturierter professioneller Zahnreinigungen mit dem Ziel, weiche und harte Ablagerungen zu entfernen sowie Plaqueretentionsnischen (überstehende Füllungsränder usw.) zu beseitigen.

Bei Code 3 und / oder 4 liegt eine Parodontose, korrekter Parodontitis, vor.
Wenn bereits Keime zwischen Zahn und Zahnfleisch eingedrungen sind und sich auf der Wurzeloberfläche angesiedelt haben, ist eine Selbstheilung trotz perfekter Mundhygiene nicht mehr möglich.
 
 
Die vollständige Beseitigung des verursachenden bakteriellen Biofilms, der sich auf den Zahn- und Wurzeloberflächen sowie in den Zahnfleischtaschen befindet, ist somit Grundlage jeder Behandlung.

Bei Erkrankungen des Zahnhalteapparates könnenmikrobiologische Testverfahren zur Keimbelastung oder genetischen Disposition notwendig sein.

Manchmal sind weiterführende diagnostische Maßnahmen notwendig wie z. Bsp. Röntgenaufnahmen.
Diese können in der Regel alle bei uns angefertigt werden. Für dreidimensionale Aufnahmen der Kiefer, sog. DVT Dentale Volumentomographie, arbeiten wir mit Spezialisten in Freiburg zusammen.

Bei Vorhandensein von Erosionen, das sind säurebedingte Zahnschäden, führen wir eine systematische Erosionsdiagnostik mit dem sog. BEWE-Index durch (Basic Erosive Wear Examination, Bartlett et al. 2008).

Das Gebiss wird hierbei in 6 Bereiche eingeteilt und je nach Erosionsgrad werden Kennziffern vergeben. Der höchste Wert je Gebissabschnitt wird notiert:

  • Wert 0 und / oder 1: kein bzw. beginnender Zahnschmelzverlust
  • Wert 2 und / oder 3: deutliche Schädigung, Zahnschmelzverlust bis ins Dentin
Die Addition dieser sechs Kennzahlen ergibt den BEWE-Gesamtwert, der Hinweise auf die Anfälligkeit für Erosion gibt:
Eine Beratung hinsichtlich der individuellen Risikofaktoren ist schon ab einem niedrigen BEWE-Gesamtwert (> 3) sinnvoll.


Nach diesen ausführlichen Untersuchungen besprechen wir die Ergebnisse der Untersuchung mit Ihnen. Die notwendigen therapeutischen Maßnahmen legen wir Ihnen mit möglichen Therapieoptionen sowie deren Vor- und Nachteile nachvollziehbar dar. Über eventuell anfallende Eigenbeteiligungen informieren wir Sie im Voraus und Sie erhalten einen Kostenvorschlag.

Mit Ihnen gemeinsam legen wir den Behandlungsablauf fest und reservieren gerne Behandllungstermine für Sie.

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